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Peter Hohberger
Schwebeblumen

Texte und Bilder
Herausgegeben vom Literaturhaus Wuppertal e.V.
Redaktion: Anne Walkenhorst und Hermann Schulz
Hardcover mit Schutzumschlag
Fadenheftung
156 S., Euro 16,80
ISBN: 978-3-943940-60-2



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Ausführliche Leseprobe (pdf-Datei)




Liebe zum Leben

Mehrfachtalente leben in einem immerwährenden Zwiespalt, weil sie zwischen ihren künstlerischen Möglichkeiten, der Notwendigkeit Geld zu verdienen und dem Abenteuer des Lebens kaum Kraft und Ruhe finden, sich einer Sache ganz zu widmen.
Peter Hohberger lebt mit und in diesem Spannungsfeld und versucht, es künstlerisch umzusetzen. Von dieser bleibenden Spannung zeugen seine Texte; es sind keine literarischen Erfindungen, sondern immer direkte Schilderungen von Begebenheiten aus seinem Leben als Arbeiter, Schauspieler, Künstler oder Reisender. Sie zeigen vielleicht mehr als seine Arbeiten als Bildhauer seine Ängste, sein zwiespältiges Lebensgefühl, doch zugleich auch eine männliche Kraft und die Liebe zum Leben.

Hohberger-Bild









Leseprobe


Vorwort

Die Anregung zu dieser Veröffentlichung kam aus seinem Freundeskreis, der weiß, dass der Bildhauer und Schauspieler Peter Hohberger zeit seines Lebens geschrieben, aber wenig veröffentlicht hat.
Die Redaktion stand vor keiner leichten Aufgabe: Mit den Texten und Notizen, die sich über Jahrzehnte angesammelt haben, ließe sich leicht ein Band mit tausend Seiten zusammenstellen. Es musste also eine Grenze gezogen werden, die nicht leicht zu bestimmen war, die aber dem Bildhauer, dem Maler, dem Schauspieler und dem Autor einigermaßen gerecht wird.
Die vorliegende Auswahl kann also nur unzureichend das Gesamtwerk aufzeigen, dazu wäre ergänzend auch ein Bildband mit seinen Malereien und Skulpturen nötig. Hier musste der Bildteil aber auf wenige Seiten beschränkt werden.
Ich habe Peter Hohberger mehrmals in seinem Atelier in Wuppertal besucht. Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit scheinen ein Grundzug seines Wesens zu sein, auch wenn sein Gemüt nicht selten im Dunkeln steckt. Seine Skulpturen stehen dort in erschlagender Fülle dicht an dicht, nur mühsam kann man sich vorbeischlängeln: Immer wieder der menschliche Körper; der Akt ist einer seiner Hauptmotive. Und das Portrait. Und dann gibt es noch den großen Formenreichtum seiner abstrakten Plastiken. Die Themen seiner Malerei sind hauptsächlich das Meer und die Blumen.
Peter Hohberger wurde 1939 in Biesnitz bei Görlitz in Schlesien geboren, 1945 Flucht nach Karlsbad, dort kurz vor Kriegsende bei einem Bombenangriff verschüttet, Mutter und Bruder dabei verloren, er selbst war eine zeitlang gelähmt und lebte bis der Vater aus der Gefangenschaft kam bei den Großeltern. Später eine Handwerkslehre, dann zur Seemannsschule gegangen, doch der Liebe wegen zurück nach München. Dann Schauspielausbildung in München und erstes Engagement am Residenztheater München, später wechselnde Engagements an verschiedenen deutschen Bühnen. Zwischendurch Reisen nach Italien, Spanien, Griechenland. In Italien und Griechenland die erste Berührung mit der klassischen Bildhauerei. Der Düsseldorfer Bildhauer Hermann Isenmann wurde sein Lehrer für die Gipsguss-Technik.
Nun sind Mehrfachtalente in einem immerwährenden Zwie­spalt, weil sie zwischen ihren künstlerischen Möglich­keiten, der Notwendigkeit Geld zu verdienen und dem Abenteuer des Lebens kaum Kraft und Ruhe finden, sich einer Sache ganz zu widmen. Peter Hohberger lebt mit und in diesem Spannungsfeld und versucht, es künstlerisch umzusetzen. Von dieser bleibenden Spannung zeugen seine Texte; es sind keine literarischen Erfindungen, sondern immer direkte Schilderungen von Begebenheiten aus seinem Leben als Arbeiter, Schauspieler, Künstler oder Reisender. Sie zeigen vielleicht mehr als seine Arbeiten als Bildhauer seine Ängste, sein zwiespältiges Lebensgefühl, doch zugleich auch eine männliche Kraft und die Liebe zum Leben.

Hermann Schulz



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Literarische Texte und Texte zur Literatur


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Info:

Hohberger-atelier






Peter Hohberger,
geboren 1939 in Biesnitz bei Görlitz, Bildhauer, Schauspieler und Maler, hat schon als junger Mann Geschichten gesammelt und aufgeschrieben. Auf Anregung seiner Freunde haben die Herausgeber für diese Veröffentlichung nun exemplarisch Texte aus­gewählt, die versuchen, dem Künstler und seinen vielfachen Facetten gerecht zu werden.
Als Schauspieler begann sein Weg 1961 am Residenztheater München, es folgten Engagements am Westfälischen Landestheater, den Städtischen Bühnen Essen und Köln, den Kammerspielen Düsseldorf, dem Kleinen Theater Bad-Godesberg und dem Schlosstheater Neuwied.
Ab 1980 wandte er sich verstärkt der Bildhauerei zu.
Die hier vorgestellten Texte erzählen von menschlichen Begegnungen und alltäglichen Begebenheiten und verarbeiten scheinbar Belangloses – manchmal schwermütig, manchmal heiter, aber immer mit sicherem Blick für das Ungewöhnliche – zu poetischer Literatur.
Ausstellungen der Arbeiten Hohbergers befinden sich in mehreren Galerien, unter anderem ständig im Museum Schloss Nörvenich.
Das Buch enthält einen farbigen Bildteil mit einigen seiner Skulpturen und Malereien.
































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